Gesucht: die schönsten Vorgärten und grünsten Hinterhöfe in Gelsenkirchen und Herten

Vorgartenwettbewerb „MACH WAS DRAUSSEN“ wirbt für Klimaschutz, Artenvielfalt und gesellige Gemeinschaftsgärten ++ Einsendeschluss: 30. Juni 2021

Unter dem Motto „MACH WAS DRAUSSEN“ rufen die Städte Gelsenkirchen und Herten gemeinsam zum Vorgartenwettbewerb auf. Erstmalig können Gartenfreunde aus allen Stadtteilen teilnehmen. Im Bild von links: Ilka Koelsch, Stadtentwicklungsamt Herten, und Nora Mrowitzki, Managerin Klimaanpassung der Stadt Gelsenkirchen. Foto: Martin Schmüdderich

Gelsenkirchen / Herten. Schöne Vorgärten sind nicht nur die Visitenkarte eines Hauses, sondern sie können eine ganze Siedlung erfreuen. Schattige Hinterhöfe werden noch viel zu oft verkannt, eignen sie sich doch hervorragend als lebendige und kühle Oasen in stärker bebauten Stadtteilen. Um die schönsten Vorgärten und grünsten Hinterhöfe zu finden, laden die Städte Gelsenkirchen und Herten im gemeinsamen Klimabündnis nun zum „Vorgartenwettbewerb mit Sonderpreis Hinterhöfe“ ein. Das Neue daran: Erstmals findet dieser Wettbewerb im gesamten Stadtgebiet von Gelsenkirchen und Herten statt. Unter dem Motto „MACH WAS DRAUSSEN“ können also alle teilnehmen, die in den beiden Städten einen Vorgarten oder einen Hinterhof pflegen. Der Wettbewerb unter der Regie des Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V. prämiert gute Beispiele, die zeigen, wie sich schöne, pflegeleichte und artenreiche Gärten so kombinieren lassen, dass Natur, Menschen und Tiere auch etwas davon haben. Einsendeschluss in der 30. Juni 2021.

Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken diverse Preise, bis zu 500 € für den ersten Platz. Beste Chancen im Wettbewerb hat, wer seinen Garten bunt, ökologisch und kreativ anlegt. Viele Blumen, eine abwechslungsreiche, raumgreifende Bepflanzung, der Verzicht auf sogenannte Steinwüsten, die kreative Nutzung unterschiedlicher Materialien und ein geringer Anteil versiegelter Flächen zeichnen einen vorbildlichen Garten aus. „Auch Gestaltungen für ein gelungenes nachbarschaftliches Miteinander wie Spielbereiche und Treffpunkte fließen mit in die Evaluation ein“, betont Landschaftsarchitektin Ute Ellermann, die den Wettbewerb fachlich begleitet. Sie wird unterstützt durch eine gartenbegeisterte Experten-Jury.

„Der Wettbewerb ist eine Idee aus den Stadtteilen Gelsenkirchen-Hassel, Herten-Bertlich und Herten-Westerholt. Dort haben wir uns über Einsendungen mit wunder­baren Gartenbeispielen gefreut. Oft haben wir dabei Zuschriften auch aus anderen Stadtteilen bekommen, die wir dann leider nicht werten konnten. Jetzt freuen wir uns, dass wir den Wettbewerb auf die gesamten Stadtgebiete ausdehnen können“, sagt Nora Mrowitzki, Managerin Klimaanpassung der Stadt Gelsenkirchen. „Die Corona-Pandemie hat deutlich werden lassen, wie wichtig das direkte Wohnumfeld ist und die Erderwärmung macht spürbar, wie gut Bäume und Bepflanzungen lokale Hitze­inseln in den Städten herunter kühlen können. Mit dem Wettbewerb geht es natürlich auch darum, das Bewusstsein für diese wichtigen Werte weiter zu stärken“, sagt Janine Feldmann, Baudezernentin der Stadt Herten. Christoph Heidenreich, Stadtbaurat in Gelsenkirchen, hebt die Bedeutung der Hinterhöfe hervor: „Gerade in den dicht bebauten städtischen Bereichen sind die Hinterhöfe wichtige Orte, die durch Entsiegelungen und Begrünungen für bessere Lebensqualität im Klimawandel sorgen können“. „Wir unterstützen den Wettbewerb gern, weil wir uns viele positive und überzeugende Antworten erhoffen - als Alternative zu eintönigen Schottergärten, die das Klima unnötig aufheizen und auch Vögeln und Insekten nichts bieten können“, sagt Wolfgang Jung, Vorstandsvorsitzender des Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V..

Mitmachen kann jeder, der einen Vorgarten oder Hinterhof in Gelsenkirchen und Herten pflegt und bereit ist, mindestens drei Fotos von diesem Garten, gern mit Angaben zu den eigenen Ideen oder Überlegungen für die jeweilige Gestaltung einzusenden. Zu gewinnen gibt es Sach- und Geldpreise, darunter zweimal 500 € für den Platz 1 in der Kategorie „Vorgärten“ ebenso wie in der Sonderkategorie „Hinterhöfe“.

Inspirationen für pflegeleichte, klimafreundliche und kostengünstige Gärten liefert auch ein 16-seitiger „Ratgeber für die klimafreundliche Gartengestaltung“. Für die Broschüre hat Ute Ellermann viele verschiedene kleinteilige, gut umsetzbare und oft gar nicht teure Maßnahmen zusammengestellt. „Klima- und Artenschutz stehen im Mittelpunkt, aber auch die Trends weg von monotonen Rasenflächen hin zu Selbst­versorgung aus dem eigenen Garten und zum kreativen Urban Gardening haben wir mit diesem Ratgeber natürlich gern aufgegriffen", sagt die Autorin. So zeigt die Bro­schüre, wie sich ein Garten mit ein bisschen Wissen in eine lebendige und dennoch pflegeleichte Oase verwandeln lässt. Sie gibt Tipps zum klimafreundlichen Gärtnern und Anregungen für die Begrünung von Dächern, Wänden, Müll- und Fahrradboxen, Sitz- und Spielplätzen. Bewährte Pflanzen, ob als blühende Hingucker, Bodendecker, Hausbaum oder Kletterpflanze, sind in Empfehlungslisten zusammengestellt. 

> Wettbewerbsaufruf: Flyer

> Broschüre "Mach was draussen"

> Kontakt und Bewerbung per E-Mail: gartennoSpam@gelsenkirchen-herten.de, Bei Fragen: Telefon 0209/167-1010.

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