Mit sanftem Druck zu Ökoprofit

WAZ Gelsenkirchen vom 30. Juli 2011

Umwelt schonen, Kosten sparen: Positive Bilanz zur Projekthalbzeit von sechs Gelsenkirchener Unternehmen

An der Willy-Brandt-Allee haben sie jetzt neue Fenster. In der Verwaltung des Schalker Fanclub-Verbandes (SFCV) sollen die zu geringerem Energieverbrauch beitragen. Außerdem wurde dort ein 30 Jahre alter Gasgebläsekessel nun durch ein „Gasbrennwertgerät mit Solarunterstützung“ ersetzt. „Es wird auch in Steine investiert, nicht nur in Beine“, sagt Rainer Hester, der bei Schalke 04 für die Gebäudetechnik zuständig ist.
Der Fußballclub ist eines von sechs Gelsenkirchener Unternehmen, die sich aktuell um das „Ökoprofit“-Siegel bewerben. Nach sechs Monaten zieht Schalke 04 ebenso wie Sport-Paradies, Masterflex AG, Wirtz GmbH, Bridon International und der Bauverein der Falkenjugend ein positives Zwischenfazit.
Bei Ökoprofit, einem gemeinsamen Projekt der beteiligten Städte, der örtlichen Wirtschaft und weiterer regionaler und überregionaler Partner, geht es darum, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Also die Umwelt zu schonen und zugleich die Betriebskosten zu senken. Viele Betriebe reduzieren zum Beispiel ihren Papierverbrauch, einige tauschen Leuchtröhren oder – wie die Schalker Gebäudetechniker – die Fenster aus, um Energiekosten zu sparen. Natürlich könnten die Betriebe das auch ohne Ökoprofit tun. Doch der sanfte Gruppenzwang bewirkt, dass die Unternehmen ihre Ideen auch umsetzen – schließlich treffen sie sich regelmäßig und berichten über den Fortgang. Diese Vernetzung, sagen die Teilnehmer, sei genauso wichtig wie die finanziellen Einsparungen.
Autor: Jonas Erlenkämper

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