Energielabor Ruhr: Zwei Städte machen Zukunft - Massnahmenbeispiele

  • Dorfanger Bertlich

    Dorfanger Bertlich. Neuer Treffpunkt für alle Bewohner*innen von Bertlich ist der umgestaltete Dorfanger. Viele Anregungen von Bürger*innen umgesetzt: Neue Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Hecken und Bäume unterteilen den Platz und spenden im Sommer Schatten. Der umgestaltete Spielplatz erhielt ein neues Klettergerüst und für wartende Eltern am Kindergarten gibt es einen Unterstand. Insgesamt wurden 235.000 Euro investiert.

  • Stadtteilzentrum Bonni

    Stadtteilzentrum Bonni. Eine Bürgerstiftung betreibt das Bonni als lebendigen Ort der Begegnung. Für die Nutzung als Restaurant, für Kulturveranstaltungen, Messen, Feste und Feiern konnte das ehemalige Gemeindezentrum mit rund 4,2 Mio. Euro aus der Stadterneuerung ausgebaut werden. Es gibt verschiedene Beratungsangebote und eine Kooperation mit der benachbarten Sekundarschule. Eine Fahrradwerkstatt hilft Jugendlichen bei der Berufsorientierung. Als Treffpunkt im Freien wurde ein Steinbackofen aus dem Quartiersfonds finanziert.

  • Haus der Vereine

    Haus der Vereine. Seit mehr als zehn Jahren sucht die Gemeinschaft Bergmannsglücker Vereine ein Domizil, das von allen Vereinen im Stadtteil gemeinsam genutzt werden kann. Im Zuge eines Schulumbaus soll der Traum nun wahr werden. Rund 1 Mio. Euro können dazu in eine ehemalige Gymnastikhalle investiert werden. Traditionsund Sportvereine, soziale und politische Initiativen sollen von neuen, vielseitigen und attraktiven Räumen profitieren.

  • Spielplatz Velsenstraße

    Spielplatz Velsenstraße. .„Ahoi Piraten!“ Das Motto für den Spielplatz an der Velsenstraße haben sich die Kinder der Velsenschule und der Kitas Mühlenstraße und Niefeldstraße selbst ausgesucht. Zu entdecken gibt es hier neben neuen Spielgeräten wie Korbschaukel und Balancierbalken auch einen goldenen Piratenschatz im Spielgebüsch. Alle 15 Spielplätze, die bis 2024 im Programmgebiet saniert werden, greifen Wünsche von Eltern und Kindern auf. Investition: rund 1,6 Mio. Euro, darunter  mit rund 100.000 Euro der Spielplatz Velsenstraße.

  • Schulhof Martin-Luther-Europaschule

    Der Schulhof der Martin-Luther-Europaschule konnte attraktiv umgebaut werden. Ein Klettergerüst in Raketenform mit Rutsche, ein Street und Fußballfeld, Kreisel, Trampolin und Teamwippe, SlackLine-Balancieranlagen und Recks fordern die Jugendlichen sportlich heraus – eine sinnvolle Investition in Höhe von 110.000 Euro. In der Sprachhütte können sie Fremdsprachen lauschen und diese dabei spielend lernen. Die Schüler engagieren sich für die Allee des Wandels und bei vielen Quartiersfondsprojekten.

  • Sportanlage Lüttinghof

    Sportanlage  Lüttinghof. Mit einer umfassenden Sanierung für 6,8 Mio. Euro können die Sportanlage Lüttinghof und das Vereinshaus zu einem attraktiv ausgestatteten sportlichen Anlaufpunkt für den gesamten Stadtteil aufgewertet werden. Spaziergänger, Jogger und Radler/innen sollen so – auch im Rahmen der Aktion Bewegtes Hassel – angesprochen werden. Die Sportanlage liegt dafür ideal: direkt an der Allee des Wandels, die das Programmgebiet von Westerholt bis Hassel quert.

  • Nachbarschaftstreff Bertlich

    Nachbarschaftstreff Bertlich. Im Stadtteil Bertlich fehlt neben dem Dorfanger als Begegnungsort im Freien eine Begegnungsstätte. Diese soll Vereinen und Initiativen dieses von bürgerschaftlichem Engagement geprägten Ortsteils eine neue Heimat geben. Der neue Nachbarschaftstreff soll Gelegenheiten zum Klönen, Verweilen und Feiern geben und kann auch als Ort für Versammlungen genutzt werden.
    Zeichnung: Kroos+Schlemper

  • Fritz-Erler-Haus

    Fritz-Erler-Haus. Das Fritz-Erler-Haus soll ausgebaut werden und neue Aufenthaltsqualität gewinnen. So soll im Obergeschoss ein moderner, offener Treffpunkt für interkulturelle Kinder und Jugendarbeit und andere Aktivitäten im Stadtteil gebaut werden. Auch zwei Seminarräume sind geplant. Im Erdgeschoss soll ein multifunktional nutzbarer Bewegungsraum für Gesundheitsangebote entstehen. Knapp 2 Mio. Euro können dafür investiert werden.

    Rendering: Kleinau Architekten

  • Hof Wessels

    Hof Wessels. Der schön gelegene, liebevoll restaurierte Bauernhof wird von der Hertener Bürgerstiftung als Lern und Erlebnisort betrieben. Kinder können Erfahrungen im Gartenbau und im Umgang mit Tieren, machen und erarbeiten sich Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität. Jugendliche bekommen einen Einstieg in den Beruf. Die Gastronomie ist als Ausflugsziel an der Allee des Wandels beliebt. Deshalb wurde hier eine PedelecLadestation eingerichtet.

  • Stadtteilpark Hassel und Skate-Anlage

    Stadtteilpark Hassel und Skate-Anlage. In Hassel wird eine über 30 Hektar große Kokerei-Brache in eine weitläufige Parkidylle verwandelt. Altlasten sind unter dicken Folien verstaut und mit Mutterboden abgedeckt. Bald wird die Natur mit blühenden Gehölzen die Lebensräume zurück erobern. Hinter besonders gestalteten Eingängen liegt ein neuer künstlicher See. Daneben soll eine Skate-Anlage junge und junggebliebene Besucher*innen auf Rädern und Rollen in Schwung versetzen. Die Finanzierung erfolgt in großen Teilen durch die RAG und BP.

  • Hof Ellinghaus

    Hof Ellinghaus. Neue Sitzgelegenheiten, ein Sandbereich, ein Klettergerüst, eine Mädchenecke, eine Seilbahn – und immer wieder: Rutschen, Rutschen, Rutschen. Damit auch wirklich die passenden Angebote da sind, gab es vor der Modernisierung eine Beteiligungsaktion aller Spielplatzbesucher. Insgesamt werden 15 Spielplätze mit rd. 1,6 Mio. Euro bis 2024 im Rahmen der Stadterneuerung saniert, darunter auch der Spielplatz Hof Ellinghaus für rund 130.000 Euro.

  • Wallanlage am Ehrenmal

    Wallanlage am Ehrenmal. Ein historischer Ort in Westerholt ist der Wall, der schon Anfang des 13. Jahrhunderts das heutige Alte Dorf Westerholt sicherte. Im Rahmen der Stadterneuerung konnte der Bereich rund um das Ehrenmal barrierefrei umgestaltet werden. An der Planung wirkten Bürgerinnen und Bürger, Schule, Heimatverein und Politik mit. Wiesen, Obstbäume und einheimische Gehölze werten die Fläche ökologisch auf. Sitzbänke und Fahrradständer laden zum Verweilen ein. Investiert wurden 380.000 Euro.

  • August-Schmidt-Platz

    August-Schmidt-Platz. Der größte zentrale Platz in Hassel konnte im Rahmen der Stadterneuerung für 850.000 Euro grundlegend saniert werden. Hochwertig gepflastert mit Sitzbänken, Brunnen und BlühkirschenHain lädt der August-Schmidt-Platz jeden Tag – und nicht nur an den Markttagen – zum Verweilen ein. Gut beleuchtet und mit Strom versorgt kann er auch für Stadtteilfeste und Veranstaltungen genutzt werden. Über ein taktiles Leitsystem ist der barrierefreie Platz zudem bestens für alle erreichbar – auch dank neuer Bushaltestelle.

  • Thomas-Kita

    Thomas-Kita. Die Ansprüche an die Kinderbetreuung ändern sich. Das Familienzentrum ThomasKita der Evangelischen Kirchengemeinde WesterholtBertlich konnte seine Räumlichkeiten für die Unterstützung junger Familien umbauen. In die Modernisierungsmaßnahme wurden 360.000 Euro investiert. Die neuen Räume sind nun auch ideal für die U3-Betreuung – und rundum geeignet für Inklusion. 

  • Freizeitanlage Westerholt

    Freizeitanlage Westerholt. Fitness und Bewegung stehen im Mittelpunkt der Freizeitanlage Westerholt. Rund um die parkartige Anlage verläuft eine beleuchtete Laufstrecke. So muss das Training auch an langen Winterabenden nicht ausfallen. Die Freizeitanlage Westerholt richtet sich mit vielseitigen Angeboten an alle Generationen. Spielplätze und Fitnessgeräte, ein sanierter Sportplatz mit Kunstrasen und sogar eine Bogenschießanlage stehen Gruppen, Vereinen und jedem Einzelnen offen. Insgesamt wurden 3,1 Mio. Euro investiert.

Energielabor Ruhr: Zwei Städte machen Zukunft

> Dokumentation / Download

Ende 2008 wurde in Gelsenkirchen und Herten die letzte aktive Zeche geschlossen, die Zeche Westerholt, genau auf der Stadtgrenze. Mit baulichen, wirtschaftlichen, infrastrukturellen und sozialen Maßnahmen stärken die Städte gemeinsam die betroffenen Stadtteile Hassel, Westerholt und Bertlich. Möglich wurde dies mit Unterstützung von Land, Bund Europäischer Union und viel bürgerschaftlichem Engagement.

Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus

Im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus werden investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit gefördert. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch ("Premiumqualität") hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und von Beteiligungsprozessen aus, verfolgen die baupolitischen Ziele des Bundes und weisen Innovationspotenzial auf. Gelsenkirchen und Herten konnten sich mit ihrem Maßnahmenbündel als eines von 20 Projekten gegen 270 Bewerber durchsetzen.

Städtebauförderung

Damit Städte neue Aufgaben und Herausforderungen besser bewältigen können, unterstützt der Bund die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen mit Programmen zur Städtebauförderung. Dazu gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen, die durch erhebliche Mittel der Länder sowie Anteile der Kommunen ergänzt werden. Die Stadterneuerung Hassel.Westerholt.Bertlich wird über das Programm "Soziale Stadt" vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Städte Gelsenkirchen und Herten teilen sich bei diesem Gemeinschaftsprojekt die kommunalen Anteile. Der Förderrahmen beläuft sich von 2013 bis 2019 auf 20 Mio. Euro.

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Einzelne Projekte können dank Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) realisiert werden.

Neue Zeche Westerholt

Für die langfristige Weiterentwicklung der ehemaligen Zeche Westerholt hat die RAG Montan Immobilien gemeinsam mit den Städten Gelsenkirchen und Herten 2014/2015 eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese wurde im Rahmen des EFRE ko-finanzierten Operationellen Programms für das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ 2007-2013 für NRW finanziert. Ergebnis ist der Masterplan "Neue Perspektiven". Dieser Leitfaden für die Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes sieht vor der identitätsstiftenden Kulisse des historischen Gebäude-Ensembles der ehemaligen Zeche auf 37 Hektar  flexible Grundstücke in Zuschnitten von 1.000 bis 10.000 Quadratmetern für Gewerbe, Dienstleistungen, Forschung und Bildung, freizeitwirtschaftliche Aktivitäten und Wohnen vor. Die Allee des Wandels soll als attraktive grüne Mitte mit hohen Aufenthaltsqualitäten die Stadtteile Hassel, Westerholt und Bertlich für Fußgänger und Radfahrer verbinden. Davon getrennt sollen Gewerbeflächen über vorhandene Straßen angebunden werden (Autobahnen A 52, A2 und 43).  Ein S-Bahn-Anschluss ist projektiert.   

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