"Die Arbeit im Garten macht uns Spaß."

Günter Schwiering, Herten-Scherlebeck, 3. Preis Vorgärten 2024

Margret und Günter Schwering. Foto: Martin Schmüdderich

„Über die Preisverleihung habe ich mich doch gewundert. Früher war das ja so, dass man immer einen Rasen haben musste. Unser Garten ist eher so durcheinander gewachsen Wir wohnen hier seit über 40 Jahren und haben den Garten von den Schwiegereltern übernommen. Auch damals war er schon komplett ohne Rasen. Ein Großteil der Pflanzen war schon da. Die Azaleen zum Beispiel, die dürften jetzt schon weit über 40 Jahre alt sein. Die haben wir weiter gepflegt und den Vorgarten mit Stauden und Gehölzen ergänzt. Auch die Rosen haben wir eingepflanzt. Dazwischen setzen wir immer wieder einjährige Blumen, die wir aus Samen vorziehen, und Blumenzwiebeln für Krokusse, Tulpen und Narzissen im Frühjahr. Mit den Jahreszeiten verändert der Garten mit den Blüten auch sein Aussehen. Vor dem Grundstück steht eine große Buche, da hatte ich damals beim Grünflächenamt nachgefragt und die Erlaubnis bekommen, die Baumscheibe mit Heideröschen zu bepflanzen. Der Amtsleiter, Herr Reichenbach, kam extra herausgefahren und war ganz verblüfft über meinen alpinen Steingarten hinterm Haus. Eigentlich gärtnere ich schon von Kind auf. Über die Pflanzen, die ich verwende, informiere ich mich mittlerweile vorab in Büchern oder im Internet, sonst funktioniert das nicht. In jüngster Zeit achte ich besonders darauf, Pflanzen zu verwenden, die mit Trockenheit gut klarkommen, Steppenpflanzen zum Beispiel. Denn gerade im Vorgarten entzieht die Buche vor dem Haus dem Boden viel Wasser. Auf ihre Wurzeln stoße ich auch öfters, wenn ich im Vorgarten etwas Neues einpflanzen möchte. Zum Gießen verwende ich Regenwasser. Ich habe hinter dem Haus eine Zisterne vergraben, die sammelt das Wasser vom Dach, das verteile ich mit der Gießkanne oder Pumpe und Schlauch. Ein bisschen etwas muss man schon tun im Garten. Aber meine Frau zieht auch mit und die Arbeit im Garten macht uns Spaß.“

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