Die Gewinnerinnen und Gewinner im diesjährigen interkommunalen Vorgartenwettbewerb in Gelsenkirchen und Herten stehen fest. Der mit 500 Euro dotierte erste Preis geht an Andrea Bährend aus Gelsenkirchen-Erle. Ihr Vorgarten ist ein verwunschener Ort, der hinter einer Mischhecke mit schmalem Eingang fast verschwindet, aber mit einer dichten Bepflanzung vielen Tieren, darunter Igeln, Insekten, Vögeln und Eichhörnchen, eine Heimat bietet. Bei einer Feierstunde an den Torhäusern der ehemaligen Zeche Westerholt auf der Stadtgrenze von Gelsenkirchen und Herten gratulierten die erste Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Martina Rudowitz, und der Bürgermeister der Stadt Herten, Matthias Müller, den Gewinnerinnen und Gewinnern. Erstmals hatten die Veranstalter auch einen Sonderpreis für Balkone ausgelobt. Auch dabei stand das Thema Artenreichtum im Vordergrund. Der erste Preis in der Kategorie Balkone ging für eine gepflegte Oase mitten in der Gelsenkirchener Altstadt an Ludger Schoof. Er kultiviert in über 60 Töpfen Obstbäume, Kräuter, Gemüse und Blühpflanzen. Einige Pflanzen sind über 20 Jahre alt und haben schon drei Umzüge mitgemacht. Insgesamt waren 50 Bewerbungen in der Kategorie Vorgärten beim Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten eingegangen. „Wir freuen uns sehr über die vielen Einsendungen. Sie alle bieten gute Vorbilder und Ideen, die zeigen, wie unsere Städte mit Wissen und Engagement bei der Gartengestaltung immer ökologischer und klimafreundlicher werden können“, betonten Martina Rudowitz und Matthias Müller bei der Preisverleihung.
Eine fachkundige Jury hatte alle Einsendungen gesichtet. „Besonderes Augenmerk hat die Jury auf ökologische Aspekte wie Artenreichtum und Vielfalt in der Gestaltung der Vorgärten gelegt“, sagt Landschaftsarchitektin Ute Ellermann, die den Wettbewerb fachlich begleitete. Über den mit 200 Euro dotierten dritten Preis im Vorgartenwettbewerb durften sich zwei Teilnehmer freuen: Günter Schwering pflegt seinen Vorgarten in Herten-Scherlebeck mit vielen Wildstauden sowie blütenreichen Zierstauden mit Wildblumencharakter und bietet Vögeln in immergrünen Gehölzen gute Versteckmöglichkeiten. Notburga Buchholz aus Gelsenkirchen-Rotthausen überzeugte die Jury mit einem schlüssigen Gestaltungskonzept, das Kleingehölze, Staudengarten und eine niedrige Natursteinmauer insektenfreundlich kombiniert.
VierSachpreise gingen zudem an Sebastian Klemm (Herten) sowie nach Gelsenkirchen an Ute Boeff (Buer), Monja Prochorow (Rotthausen) und Ute Römer-Pommeranz (Feldmark). Außerdem würdigte die Jury drei Einsendungen mit Sonderpreisen: Zwei Sonderpreise zum Thema „Blumenwiese“ gingen an Ursula Tondorf in Gelsenkirchen-Erle und Susanne Hampe-Schmidt in Herten, ein Sonderpreis zum Thema „Fassadenbegrünung“ an Gertrud Linde aus Gelsenkirchen-Beckhausen.
Auch in der Kategorie Balkone verlieh die Jury zwei dritte Preise. Je 100 Euro gingen an Marianne Wissing, die auf ihrem Balkon in Herten Gemüse mit mediterranen Kräutern und einer schmetterlingsfreundlichen Blütenpracht kombiniert, sowie an Thomas Harker, der seinen Balkon in Gelsenkirchen-Resse mit ungefüllten Rosen, Blühpflanzen und einer Insektentränke mit flachen Kieselsteinen konsequent insektenfreundlich gestaltet hat. Ein Sachpreis „Balkone“ wurde zudem an Gabriele und Rolf Dederichs aus Gelsenkirchen-Erle vergeben.
Wer Anregungen für die eigenen Garten- oder Balkongestaltung sucht, findet unter www.gelsenkirchen-herten.de Auszüge aus den Wettbewerbseinsendungen, kurze Interviews mit Preisträger*innen und einen Ratgeber für klimafreundliche Gartengestaltung mit vielen bewährten Pflanztipps.-/-
Quelle: Presseinfo Klimabündnis vom 30. August 2024
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